Circus CARL BUSCH 2017

Der Circus CARL BUSCH der Familie Wille ist ein stattlicher Circus mit grossem Spielzelt und Stallungen, der in Überlingen ohne Vorzelt und verkleinerten Gradin aufgebaut war, was vermutlich damit zusammen hing, das derzeit zuwenige Arbeiter zur Verfügung standen. Dennoch ein mächtiges Unternehmen mit internationalem Programm, das aufgrund der Sommerhitze leider nur schwach besucht war.

Farbenfroher Programmauftakt mit Tanz un der Hohen Schule der deutsch-italienischen Familie Saabel. Deren Vater Bernhard Saabel ist ein Enkel von Adolf Fischer, der einst ein grosser Circusdirektor in Deutschland war. Adolf Fischer verstarb 1960 mit 75 Jahren und Ende 1960 wurde dieser schöne grosse Circus leider für immer eingestellt. Die schönen Tiernummern des Circus gingen in der Folge in Engagements zu anderen grossen Circussen in ganz Europa.

Sechs Friesen und sechs Ponys in einer schönen Freiheitsdressur zeigte der Tierlehrer Manuel Frank. Er stammt aus dem Familiencircus “Henry” und ist seit Jahren der Hausdresseur des Circus Carl Busch.

Portugiesische Clowns (Angelo und Kevin Chaves) mit “ein Teller und ein Ei” überbrücken den Aufbau des Drahtseils von Nicol Nicols. Diese beiden Clowns zeigen in ständig neuen bunten Kostümen viele altbekannte Clownentrees auf sympatisch nette Weise.

Der Spanier Nicol Nicols ist ein absoluter Könner auf dem Drahtseil mit Saltos in allen Schwierigkeitsgraden.

Klamauk ala Wilhelm Tell auf portugiesisch. Nett gemacht..

Jamena Wille-Busch mit einer edlen Arbeit an den Tüchern.

Manuel Frank führt die beiden alten Elefantendamen des Circus vor. Dies sind eine indische und eine afrikanische Elefantenkuh.

“Löwenbändiger Angelo” bringt Kinder zum Lachen.

Alexandra und Kelly Saabel mit ihrer farbenfrohen und synchronen Handstandakrobatik bieten einen Augenweide.

In der Pause konnten die Besucher die grosszügigen Stallungen und Gehege des Circus besichtigen.

Der italienische Illusionist Jimmy Saylon verzaubert mit seinem Team schöner Frauen das Publikum auf geheimnisvolle Weise. Eine überaus ansprechende Darbietung voller Magie. Er gehört als Schwiegersohn auch schon zur überaus kreativen Saabel-Familie.

Angelo Chaves benutzt das Publikum für Klamauk auf Kosten von Dritten. Der schwächste Punkt des Programms und störend nach der schönen Illussionsdarbietung. Dem Publikum gefällt es, mir nicht. Schade, denn die anderen Auftritte der Clowns waren alle eigenständig nett. Diese Art von Komik ist eine billige Mode, die in einem hochwertigen Programm nicht wünschenswert ist.

Die Rola Rola von Kevin Chaves war traditionell saubere Artistk modern mit Motorrad präsentiert..

Die Schlittenhunde der Familie Saabel bringen Schwung in die Manege. Immer etwas chaotisch und lustig zugleich. 
Im heissen Sommerzelt etwas “polare Erfrischung”. Sibirische Huskys und weisse Samojeden Spitze in stilvoller Dekoration eine Inszenierung edler Art.

Angelo Chaves bringt den Moderator Jan Bühring fast zum Staunen.

Natascha Wille-Busch führte sechs edle Araberhengste vor. Eine saubere Freiheitsdressur in allen Dressurvariationen, schön anzusehen.

Den Aufbau des Haltestuhls in der Circuskuppel überbrückte wieder Angelo Chaves auf seine nette Art.

Auf dem Haltestuhl in der Circuskuppel zeigte das polnische Duo Szeibe eine kraftvolle Luftnummer mit vielen Schwierigkeitsgraden.

Finale mit 13 Akteuren und dem Live-Orchester das stilvoll das Programm begleitete. Die Musikeinspielung dazwischen störte in der Lautstärke etwas die Gesamtharmonie dieses starken runden Programms, das mit etwas ausgefeilteteren Lichtregie noch wirkungsvoller sein könnte. Gerade bei den Darbietung der Familie Saabel, welche ich zuletzt bei Roncalli II gesehen hatte, bemerkte ich den Unterschied von professionell besser eingesetzter Lichttechnik.
Insgesamt ein schöner Grosscircus, dem etwas mehr Erfolg gut täte. Die optische Werbung in der Plakatgestaltung und deren Verteilung in Überlingen hätte besser sein können. Aber ob es alleine daran liegt, will ich nicht bewerten.

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Website aktualisiert 18.6.2017

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